OVERNIGHTER MIT BIKE UND HUND

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Ein Bike, ein Mensch, ein Hund

Im Alltag sind Martin und sein Dalmatiner Sancho ein eingespieltes Team. Martin, Mountainbiker der ersten Stunde, liebt Radfahren in all seinen Facetten. Ein Auto hat er nicht, Dinge des täglichen Lebens erledigt mit dem (Lasten-) Rad. Seinen Hund Sancho hat er schon früh ans Radfahren gewöhnt, er liebt „Gassi-Fahrten“ und ist ein souveräner Traildog. Die beiden sind sich einig: Nichts verbindet mehr als gemeinsame Abenteuer.

Also brechen Martin und Hund Sancho zu ihrem ersten Overnighter auf. Der Plan: Mit dem Zug ins Sauerland, um von Brilon aus über eine Gravel-Variante des Rothaarsteigs bis nach Winterberg zu radeln. Übernachtet wird in einer Schutzhütte. Wir finden die Idee so spannend, dass wir Martin für diese Tour das brandneue Gravelbike Nicolai Argon GX Pinion zur Verfügung stellen.

Erfahrt, was die beiden unterwegs erlebten und warum diese Nacht gleichzeitig die Schlimmste, aber auch die Schönste für die beiden war!

 „Ein Bike, ein Mensch, ein Hund – ein großartiges Bikepacking-Abenteuer auf dem Rothaarsteig im Sauerland.“

GRAVELN AUF DEM ROTHAARSTEIG: 70 KM IM LAND DER 1.000 BERGE

Wusstest Du, dass das Sauerland auch das Land der 1.000 Berge genannt wird?
Der Name ist Programm und Local Martin behauptet, dass es sich in kaum einer anderen Mittelgebirgsregion so fein graveln lässt wie hier. Für sein 2-tägiges Bikepacking-Abenteuer mit Dalmatiner Sancho hat sich Martin für eine fahrradtaugliche Variante des Rothaarsteigs, der eigentlich ein Fernwanderweg ist und in rund 150 km von Brilon nach Dillenburg führt, entschieden.

Insgesamt kommen auf der geplanten Tour hundetaugliche 70 km und knapp 2.000 hm zusammen. Die Abschnitte sind so gewählt, dass sie für den vierbeinigen Begleiter gut zu schaffen sind. Nach rund 40 km befindet sich die zuvor recherchierte Unterkunft, eine nach vorne offene Schutzhütte, unter deren Dach Martin und Sancho ihr Nachtlager einrichten.

Das Packen für den Overnighter stellte Martin vor eine kleine Herausforderung. In die Packtaschen am Rad müssen nämlich neben wärmender Bekleidung, Schlafsack, Isomatte und Verpflegung, auch ein minimales Set-Up für eventuelle Pannen unterwegs und natürlich auch das Equipment der persönlichen Bedarfe für Dalmatiner Sancho, wie z.B. eine Hundedecke und Futter.

OVERNIGHTER MIT HUND – EINE NICHT ENDEN WOLLENDE NACHT

Wie die Bilder verraten, hatten sich Martin und Sancho für ihre Bikepacking-Première zwei prächtige Spätsommertage im September herausgesucht. Während das Thermometer tagsüber auf knapp 20 Grad kletterte und am Himmel keine einzige Wolke zu sehen war, sank die Temperatur nach Sonnenuntergang blitzartig in die Nähe des Gefrierpunkts. Die ersten Sterne zeigten sich am Himmel…

Kaum ist die Isomatte aufgeblasen und in der Schutzhütte installiert, identifiziert Sancho diese als seinen Schlafplatz und richtet sich gemütlich darauf ein. Nun war es an Martin, der Fellnase klarzumachen, dass der Platz auf der isolierenden Matte für beide reichen muss. Die beiden arrangierten sich mehr schlecht als recht auf dem schmalen Streifen. Martin probierte, sich so wenig wie möglich zu bewegen, weil jede Drehung den Hund inklusive seinem Beschützerinstinkt aufweckte, …

„Als es endlich hell wird, habe ich eine der unkomfortabelsten Nächte meines Lebens hinter mir, aber gleichzeitig eine der Schönsten!“

In dieser Nacht sehnten vermutlich Herrchen und Hund nicht nur einmal das gemütliche, warme Zuhause herbei. Doch auf der anderen Seite ist auch klar, dass Erlebnisse wie diese zusammenschweißen…

 

AM ENDE DER TOUR UND IMMER NOCH FREUNDE

Die Motivation, nach einer kalten Nacht im Freien und entsprechend wenig Schlaf, aufs Bike zu steigen hält sich in zumindest bei Martin an diesem Morgen zunächst in Grenzen. Ganz anders sieht es bei Sancho aus. Schon bevor die Sonne aufgeht, ist der Vierbeiner aktiv und erkundet bestens gelaunt die Umgebung der Hütte.

Dieser Aktivismus steckt an und so sitzt Martin bei den ersten Sonnenstrahlen auf dem Bike. Das sanfte Licht, der weite Blick über nebelige Täler und der Frühtau in den Wiesen sind purer Genuss und lässt die Nacht schnell in Vergessenheit geraten. Im weiteren Verlauf der Tour geht es in einem sanften Auf und Ab durch schattige Wälder und offene Wiesen, die so typisch sind für die Hochheide im Sauerland. An der Ruhrquelle nutzt Martin die Gelegenheit, die Trinkflaschen zu füllen, denn es wartet noch ein Gipfel: Der Kahle Asten ist mit 842 m die zweithöchste Erhebung im Land der 1.000 Berge. Doch auch diese Challenge meistern die beiden gemeinsam. Die letzten Kilometer ab Winterberg gehen quasi von alleine. Als würde Sancho wittern, dass der Bahnhof gleich erreicht ist.

Auch wenn dieses Doggy Bikepacking-Abenteuer für Martin und Sancho das erste seiner Art war, wir haben den Eindruck, dass es nicht das letzte sein wird…

 

DAS EQUIPMENT

Das Nicolai Argon GX basiert auf einem leichten, handgeschweißten Aluminiumrahmen. Die Geometrie ist Nicolai-typisch sportlich; dafür sorgt das vergleichsweise lange Oberrohr, der flache Lenkwinkel und das längere Heck. Diese Eigenschaften und auch der zentrale Schwerpunkt des Pinion-Getriebes sorgen auf der anderen Seite für Laufruhe und Stabilität, insbesondere auf unbefestigten Wegen.
Gut zu wissen: Nicolai bietet hinsichtlich des passenden Pinion-/Gates-Antriebs mehrere Optionen. Wer sein Argon GX als Reiserad nutzen möchte und hier mit ordentlich Gepäck am Bike oder auf dem Trailer plant, der greift für fein abgestufte Gänge und die ergonomisch optimale Trittfrequenz zum P1.18 Getriebe. Wird das Bike als Daily Commuter oder puristisches Gravelbike eingesetzt, der entscheidet sich wie Martin für die leichte Pinion C1.12-Version.

Über das Bike sagt Martin: „Ein sportliches Gravelbike ist cool. Wenn dieses Bike dann aber noch viel mehr kann, wird es richtig interessant: Ein Bike, das für die schnelle Feierabendrunde ebenso geeignet ist, wie für ausgedehnte Touren mit Gepäck und eben auch die kurzen Alltagsfluchten, die Overnighter. Das ist ein breiter Einsatzbereich, den das Argon gekonnt abdeckt. Als jemand, der kein Auto besitzt und mehr oder weniger alles mit dem Bike macht, lege ich immer auch viel Wert auf die Alltagstauglichkeit eines Fahrrads. Denn im Alltag ist die Zeit oft knapp bemessen. Und gerade dann ist die Kombination aus einem Gates Riemenantrieb und dem Pinion Getriebe unschlagbar praktisch, denn es ist so gut wie keine Pflege notwendig.“

 

 



„Zugegeben, als „alter
Mountainbike-Hase“ bin
ich ein Nicolai-Fan!
Alles ist zu 100 % „Made in
Germany“ und von Haus aus
nachhaltig. Ganz nebenbei ist
das Argon GX Pi ein total
vielseitiges, durchdachtes
und robustes Gravelbike,
aufdem ich eine richtig
gute Zeit hatte.“

BIKE ENTDECKEN

SCHALTEN MIT DEM DS2 AM RENNRADLENKER

Martins Bike kommt mit einem Dropbar-Lenker, Bremshebeln von TRP und dem Pinion-Schaltgriff DS2.
Grundsätzlich bietet der Hersteller Nicolai innerhalb seines Customize-Konzepts Dropbar-oder gerade Lenker für Pinion-Bikes an. Entscheidet man sich für einen Rennradlenker (wie Martin), so muss dieser teilbar sein, damit der Pinion Schaltgriff wie abgebildet montiert werden kann. Der Hersteller Cinq bietet mit den Shift:R Road Schalthebeln eine Alternative.

„Hand auf´s Herz! So richtig elegant ist die Lösung mit einem Drehgriff am Rennradlenker zu schalten nicht. Dies ist in der Tat eine Lösung, die mich nicht ganz zufriedenstellt. Fairerweise muss ich sagen, dass ich beim Hochschalten am Berg schon ein paar Mal ins Leere gegriffen habe, da die Brems-/Schalthebel zwar montiert sind, damit aber nur gebremst werden kann. Geschaltet wird die Pinion mit dem Drehgriff. Dennoch: Wenn man sich erst mal ans Umgreifen gewöhnt hat, dann geht das recht gut!“ – Martin Donat

 




MARTINS FAZIT

„Schnell ist klar: So vielseitig, pflegeleicht und spaßig sich Nicolais Argon GX im „Abenteuer-Modus“ gibt, so gut bewährt es sich insbesondere auch im Alltag. Es ist einfach wahnsinnig angenehm, sich auf ein derart pflegeleichtes System verlassen zu können. Keine Schaltung, die sich verstellen kann, keine Kette, die man wieder mal nicht eingeölt hat und die nun die ganze Fahrt über garstig vor sich hin knarzt. Und – ein kleines Detail, aber eine großartige Wirkung – keine öligen Streifen mehr an der Hose, weil man wieder mal vergessen hat, den Socken über die gute Jeans zu ziehen, bevor man sich zum Einkaufen aufs Rad setzte. Es wird noch entspannter, denn das Rad hat einen Nabendynamo und damit einhergehend immer eigenes Licht. In diesem Falle zwar nur vorn, aber es wäre ein Leichtes, auch noch ein Rücklicht zu montieren. Spätestens im Winter, wenn es spät hell und früh dunkel wird, ist das ein Detail, das niemand mehr missen will, wer einmal in den Genuss gekommen ist.“


 

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

 

© Alle Bilder und Videos sind von LifeCYCLE Magazine erstellt.

„Während eines Overnighters ist man mitten drin in der Natur und kann die schönste Zeit des Tages in vollen Zügen genießen.“